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Freizeitpark statt Tötungsstation in Ungarn

Obwohl es in den Gesetzen bezüglich der Lage des Tierschutzes nicht mehr so viele Lücken gibt, zeigt die Praxis aber immer noch einen großen Unterschied zwischen den westeuropäischen und ungarischen Umständen auf. Wegen der rechtlichen Regelung, der immer mehr wachsenden Popularität der Adoptierens sowie der negativen gesellschaftlichen Beurteilung hat sich die Zahl der Einschläferungsfälle an den Tötungsstationen zwar reduziert, sind die zuständigen Aufsichtsorganen aber meistens nicht in der Lage, die Tätigkeit der Stationen zu überwachen, zu kontrollieren und zu unterstützen, obwohl an solchen,  üblicherweise vor der Welt gut versteckten Orten alles passieren kann! Wirklich alles, da bisher nicht mal die gegen die Betreiber der illegalen Tierstationen eingeleiteten Gerichtsverfahren zu Abschreckungsfällen dienen konnten.
 
Von den durch die Wirtschaftskrise erregten Gesellschaftsprozessen sind die mit uns und die um uns herum lebenden Tiere mehrfach betroffen. So können wir heutzutage ein Schild mit dem Text "ÜBERFÜLLT!" mit Recht auf die Eingangstore der Tierheime aufhängen. Die Möglichkeit zur steuerbegünstigten Unterstützung der als Stiftungen funktionierenden Organisationen wurde zwar vom Orbán-Kabinett zurückgestellt, aber diese Hilfe kam anscheinend für sie schon zu spät.
 
Ohne die staatliche Unterstützung können die – im besten Fall als Stiefkind der lokalen Selbstverwaltungen vegetierenden - Tierheime, vor allem in den von Budapest weit liegenden Komitaten, nicht mehr weiter existieren. Die Photos der auf ihre Herrchen wartenden Bewohner der Tierheime – die ihre Nahrungs-, und Tierarztkosten nicht mehr zahlen können – überschwemmten das Internet in Ungarn. Umsonst!
 
Ohne Hilfe der ausländischen, meistens deutschen  Tierschützer würde die bedeutende Zahl der in Tierheimen oder an den Straßen streunenden Hunde in Ungarn den sicheren Tod finden.
 
 
Julius-K9, eine der leitenden Hundeausrüstungsherstellerfirmen in Europa war die katastrophale Situation im Komitat Somogy, südlich vom Balaton leid und setzte sich selbst für den Tierschutz ein. In diesem Komitat ist die Zahl der Arbeitsloser außerordentlich hoch, und das Schulungsniveau der Bewohner sehr niedrig. Die Lage der Roma-Minderheit ist kritisch. Die Qualität der Tierhaltung sowie bei den Nutztieren als auch bei den Haustieren zeigt meistens balkanische Zustände außerhalb der Städte auf. Die Geschäftsleitung von Julius-K9 sucht in seinem an die Unternehmer adressierten, zur Hilfeleistung aufrufenden Schreiben solche Partner, die das Tierheim in Siófok, das die Stiftung seit Jahrzehnten betreibt, unterstützen könnten.
 
 
Das Ziel ist, die die traurige Vergangenheit wachrufenden, elenden Zwingeranlagen der ehemaligen Tötungsstation abzubauen, den Auslauf der Tiere zu erweitern, sowie das Gebiet nach westeuropäischem Muster für Freizeitstätigkeiten geeignet zu machen. Weiterhin ist geplant, das ganze Gebäude zu renovieren, einen Untersuchungsraum und soziale Räume auszubauen, die ermöglichen werden, Schulkinder bzw. ungarische und ausländische Besuchergruppen zu empfangen.
 
Zsuzsanna Matyikó, die Tierschutzreferentin von Julius-K9 äußerte sich: "Wenn wir die Möglichkeit hätten das Tierheim in Siófok zu entwickeln, könnte es eine bedeutende Rolle als Ergänzungsmittel im Schulunterricht haben. Bei einem Gassi gehen mit dem Hund in so einem Freizeitspark könnten die Kinder nicht nur den Spaß mit den Hund sondern auch die Verantwortung und die wirkliche Probleme der Hundehaltung miterleben. Die Fähigkeit des Mitgefühls mit den Tieren kann man nämlich in der Schulbank nicht erlernen."
 
Die den ab Mai 2012 beginnenden Projekt finanziell oder mit Mitteln unterstützenden Firmen können sich als Gegenleistung für Ihre Hilfe an Animal Rescue Siófok durch Filmaufnahmen und im Rahmen einer Ferienzeit auch persönlich über die Fortschritte der Bauarbeite überzeugen. Nach Hoffnungen der Stiftung könnte das Gebiet kaum 5 km weit vom Balaton auch außer der Sommersaison erlebnisvolle Programme für die Touristen bieten, weiterhin ein Musterbeispiel für die verantwortungsvolle Tierhaltung und den gemeinsamen Auftritt der internationalen Tierschützer.
 
Julius-K9 Presse
 
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